Rudern auf der Skuldelev

Digitales Gästebuch

15.06.2009Anna , Karlsruhe

Hallo zusammen,

Ich war auf dieser Ausstellung noch nicht, aber ich bin begeistert, dass es so eine gibt!!!


01.06.2009Yannik Krome, 6 1/2 Jahre , Zwingenberg a.d.Bergstraße

(Rückmeldung nach dem Besuch):..eine tolle Ausstellung mit echten Schiffen und Wikingerszenen wo man mitmachen kann. Die Filme sind ganz toll, nicht zuviel Reden und nicht nur Bilder.....und wir haben uns verkleidet. Wann können wir da nochmal hin ?

18.05.2009Jens Nettlich , Winningen

Antwort auf Wikingerkritik
Ein Riesenlob gilt dem ganzen Team, welches diese in sämtlichen Punkten hervorragend vorbereitete Ausstellung in Speyer ermöglichte. Aus diesem Grund möchte ich als einer der Aussteller gerne Bezug nehmen auf die Kritik des `geschichtsinteressierten´ Herrn Schuler aus Worms, Eintrag vom 13.5. und zu den angesprochenen Punkten gerne folgendes anmerken :
Ich weiß leider nicht ganz genau, was sich Herr Schuler unter einem ´wikingerzeitlichen Messer´ vorstellt, aber die von mir her- und ausgestellten Messer, Klingen, Waffen und Werkzeuge (Sittingbourne, Mästermyr, Ladoga, ...Damastaufbau wie bei Ulfberth-Klingen, etc,...) kann man, natürlich nur wenn man sich die Mühe macht, nicht nur in Speyer, sondern auch in div. anderen Museen, Ausstellungen und Büchern - natürlich meist in mehr oder weniger stark korrodiertem Zustand- finden.
Der Vorwurf, ich hätte `Bronzewaffen` ausgestellt ist leider auch unhaltbar. Vielmehr waren Schneid- (und ein Ritual-)werkzeug(e) aus Schmiedebronze zu sehen, welche in der Tat seit der Bronzezeit (und da nicht nur von `eindeutig Kelten oder Römern´) nachweislich bis in unsere Tage Verwendung für spezielles Schneidgut findet (bei Oxenstierna finden wir sogar eine aus Bronze gegossene Speerspitze aus dem 9. Jahrhundert!). Toilettenartikel - von der Pinzette bis zum Ohrlöffel - finden sich ebenso aus Buntmetallen. Die Formensprache (Schnörkel, Spiralen, Tierköpfe, etc,...) ist nachweislich einer Vielzahl von Wikingerfundstücken entnommen (man denke nur an die Torsionen des Osebergkessels samt Dreibein. Ist der etwa keltisch oder gar bronzezeitlich? Vergessen wir bitte auch auf keinen Fall die anglo-irischen Einflüsse in der skandinavischen Kunst und im Handwerk.)
Der Trinkhornhalter ist in Anlehnung! an Gräberfunde nachgeschmiedet. Im Schiffsgrab 7 von Valsgärde sehen wir einen Trinkhornbeschlag, welcher eine Vorrichtung aufweist, die verm. zum Anlehnen an einen Standhalter diente. Am Gürtel wurden und werden Hörner, wie wir ja alle wissen, nur von kleinen Kindern und geschichtsinteressierten Mittelaltermarktbesuchern getragen.
Auch Bernstein in vielerlei Form! , Farbe und Größe wurde oft als Grabbeigabe gefunden.
Dass Herr Schuler ebenfalls Anstoß an einer oberflächlichen Betrachtung der Ausrüstung des Drechslers nimmt -und so die Sachebene verlässt- ist Schade, denn der hervorragend museal-didaktische Aspekt der Drechselvorführung mit grünem Holz verkommt hierbei vollends. Zahllose Fundstücke belegen die weitreichenden Handelsbeziehungen der Wikinger (der Varby-Schatz, der Helgö-Buddha, etc, ... ). Der sogenannte `Afrika-Schmuck´, welcher definitiv keiner ist, besteht nämlich `nur´ aus Silber und mit geometrischen Mustern versehenen Knochenstücken. Ein letztes Wort noch zu den Bartzöpfen: Sven Gabelbart, Olaf Tryggvasson und viele andere berühmte Männer wurden in den Sagas oder von Chronisten mit geflochtenen Bärten beschrieben. Götterstelen, Votivobjekte und Grabplatten belegen immer wieder die unterschiedlichsten Bart- und Haartrachten der Wikingerzeit. Dieses Gästebuch sollte nicht als Forum oder Diskussionspodium missbraucht werden, dennoch wollte ich Stellung zu den Vorwürfen nehmen. Vielen Dank nochmal für das Lob über die Jägerdarstellung, denn die geschmiedeten Ausrüstungsgegenstände waren sämtlich von mir. Falls Sie weiterführende Fragen haben sollten, können Sie sich jederzeit gerne an mich wenden, auf das Ihr `Entsetzen´ weichen möge und das ´Schleierhafte´ sich lüfte. Lebendiges Reenactment bedeutet nicht Gräberbelebung!
Mit freundlichen Grüßen an alle Interessierten, Jens Nettlich/Winningen.

13.05.2009Herbert Schuler , Worms

Als geschichtsinteressierter Mensch mit dem Schwerpunkt Wikinger besuchte ich am vergangenen Wochenende die belebte Wikingerausstellung in Ihrem Hause.
Im großen und ganzen war ich sehr beeindruckt von der Auswahl der ausgestellten Exponate welche einen ungefähren Einblick in die Lebensweise und die Kultur dieses Volkes boten.
Nicht so sehr begeistert war ich dagegen von der Auswahl der darstellenden Künstler und ihrer Aufmachung.
Daß eine Brettchenweberin mit Baumwollgarn webt hat mich dabei weniger gestört, da sie auch kein Geheimnis daraus machte und ihre Intention in erster Linie das Vorführen einer Technik war. Abgerundet wurde diese Darstellung durch eine Vielzahl von anschaulichen Informationen in Wort und Bild sowie eine gut aufeinander abgestimmte Optik, die an Birka orientiert war.
Auch die Handwerkerfamilie aus Haithabu bot ein sehr stimmiges Bild mit viel Informationen und Anschauungsmaterial. Überrascht war ich auch vom Jägersmann, der sich anscheinend sher gut auf die Veranstaltung vorbereitet hatte und in Bezug auf das Thema Jagd sehr sattelfest war.
Was mich allerdings entsetzte waren die Handwerker, die sich in der großen Halle angesiedelt hatten.
So hatte der Schmied in seiner Verkaufsauslage kein einziges wikingerzeitliches Messer liegen, und was Bronzewaffen, die eindeutig keltisch oder gar römisch angehaucht waren, in einer Wikingerausstellung zu suchen haben, ist mir schleierhaft. Dagegen prangte dann aber sehr dekorativ ein geschmiedeter Trinkhornhalter im Mittelpunkt des Geschehens, was für mich ein ebensolches No Go war, wie die dicke Bernsteinsplitterkette um den Hals des Herrn, oder der afrikanische Knochenhalsschmuck und das Zöpfchengebaumel am Kinn des Kollegen. Der entsprechende Fundnachweis hierzu würde mich mal sehr interessieren. Und das, wo zahlreiche Vitrinen mit Originalschmuckstücken rundherum im Museum zu finden waren, oder ein Händler mit sehr gut gearbeiteten Rrepliken gleich gegenüber stand. Dieser Herr konnte übrigens zu all seinen Stücken ohne langes Überlegen die Fundstellen und deren zeitliche Einordnung benennen, was man von den anderen Herrschaften nicht sagen konnte.
Highlight in dieser Halle waren die Kampfvorführungen, die sehr anschaulich demonstrierten, daß Kämpfen nicht einfach nur stumpfes Draufschlagen bedeutet.

29.04.2009Thomas Mauler , 77694 Kehl-Bodersweier

Ich bin selbst Besitzer eines voll ausgerüsteten Osebergschiffes und bin sehr gespannt auf die Ausstellung!Bis zum Wikingerwochenende,Gruß Thomas Mauler!

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